Ein Vorteil von sozialen Netzwerken ist, dass wir bei Nachrichten immer auf dem Laufenden sind, oder auch nicht:
Als wir im Zentrum von San Felipe wohnten, hatten wir im Hinterhof ein kleines nierenförmiges Plantschbecken. Nicht groß, aber es reichte um sich darin etwas abzukühlen und auch für den Notfall etwas Wasser anzusammeln.
Einmal kam mein Mann nach Hause und gab Bescheid, dass sofort das Plantschbecken bis oben befüllt sein sollte und rief auch seine Verwandten an, dass sie Wasser sammeln sollen, denn bald würde in ganz San Felipe das Wasser abgestellt werden.
Alle waren fleißig am sämtliche auffindbaren Gefäße füllen, bis wir merkten, das war nur ein Gerücht. In nur einem kleinen Stadtteil von San Felipe wurde das Wasser abgestellt und sie wurden von der Stadt mit Frischwasser versorgt.
Ein anderes Mal schrieb ein Spaßvogel bei Facebook, dass in ganz Chile die Tanklastzüge für Benzin nicht durchkommen und das Benzin an den Tankstellen knapp werden würde.
Innerhalb von Minuten bildeten sich sehr lange Schlangen an den Tankstellen, bis auch hier wieder klar wurde, es war nur ein Gerücht.
Aber lustig war es trotzdem, wenn man sieht, wie kleine Nachrichten große Auswirkungen haben.

