Es war nun Winter geworden und die Zeit im Garten war vorbei.
Bald stand Weihnachten vor der Tür und Moritz fragte sich, was er sich wünschen sollte.
Das rote Feuerwehrauto im Schaufenster des Spielzeuggeschäfts hatte ihm sehr gefallen, er scrieb es auf jeden Fall auch mit auf seinen Wunschzettel an den Weihnachtsmann.
Vor Weihnachten wurde Oma ganz geschäftig.
Sie kaufte viel Essen ein, eine Gans, Äpfel und Gemüse und holte die Vorratsgläser, die sie im Sommer eingemacht hatten aus dem Keller heraus.
Opa fragte Moritz, ob er mit zum Weihnachtsbaum einkaufen fahren wollte.
Moritz hatte wenig Lust auf einen Weihnachtsbaum, denn es erinnerte ihn an die letzten Weihnachten, die er mit seinen Eltern gefeiert hatte. Aber um Opa nicht zu enttäuschen, fuhr er mit.
Sie fanden einen schönen Baum, mit dem beide einverstanden waren und Moritz ließ sich überreden, ihn zu schmücken.
Oma und Opa hatten eine sehr alte stilvolle Weihnachtskrippe, Kugeln aus Glas, Lametta und eine Lichterkette, die den Baum besonders hervorhob.
Opa sagte zu Moritz, dass er nach dem Baum schmücken das Wohnzimmer nicht mehr verlassen durfte und brachte ihm einen Teller mit Plätzchen, damit er sich nicht langweilte.
So setzte sich Moritz mit seinem Teller aufs Sofa, genoß die Plätzchen und sah zufrieden den Weihnachtsbaum an. Oma und Opa gaben sich solche Mühe, damit er an Weihnachten kein Heimweh hatte, so wollte er ihnen nicht die Freude verderben.
Nach einer Weile schlief er auf dem Sofa ein.
Nachdem er aufgewacht war, standen Mama und Papa im Raum, die von ihrer Reise zurück waren.
„Frohe Weihnachten!“ riefen sie und umarmten Moritz.
Moritz war glücklich. Das war das tollste Weihnachtsgeschenk, das er sich vorstellen konnte.